Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem vorhandenen Einkommen, der Frage, ob man sich einsam fühlt, der Ernährungssituation und den Gelegenheiten, gemeinsam zu essen. Armutsgefährdete Menschen haben Schwierigkeiten, den Nahrungsmittelbedarf zu decken und/oder sich gesundheitsförderlich zu ernähren. Ernährung hat auch eine soziale Dimension. Armutsgefährdeten Menschen fehlt das Geld, um Kontakte zu pflegen, zum Beispiel durch gemeinsame Aktivitäten wie einen Kinobesuch oder Ausflüge. Das kann bedeuten, dass man Gemeinschaftsanlässe, wie beispielsweise eine Geburtstagseinladung meidet, weil man kein Geschenk kaufen kann. Es kann auch bedeuten, beim Treffen mit Freunden darauf hoffen zu müssen, dass man eingeladen wird, statt dem Gegenüber auch einmal ein Getränk ausgeben zu können. Solche Armutserfahrungen führen zu einer Vermeidung sozialer Kontakte auf Seiten der Betroffenen. Armutsgefährdete Menschen in Baden-Württemberg fühlen sich häufiger einsam als nicht-armutsgefährdete Menschen. Fast 50 Projekte in 25 von 44 Landkreisen und kreisfreien Städten in Baden-Württemberg, die vom Sozialministerium Baden-Württemberg gefördert wurden, haben in den vergangenen zwei Jahren dazu beigetragen, Erfahrungen von Gemeinschaft, gesellschaftlicher Beteiligung und Stärkung des Selbstwertes mit gesunder Ernährung, Kochen und Feste feiern zu verbinden.
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2944-7127 |
| Ausgabe / Jahr: | 3 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-03-17 |
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